Fleischberge und Springfroesche
Gestern ist mir etwas passiert, das so unglaublich ist, dass es fast so klingt wie eine der Geschichten, die ein schwedischer Journalist hier immer erzaehlt. Z.B. von seinem Freund Andresch, der bei einer Gastfamilie war und kurz auf das Meerschweinchen aufpassen sollte. Von seinem Arm sprang das Viech aber in das Aquarium, aus dem er es wieder herausfischte. Damit die Familie nichts merkt, hat er es mit dem Foen trockengefoent. Nachts ist es dann verstorben. Genauso wie die Fisch im Aquarium. Waser spielt in meiner Geschichte auch eine Rolle. Ich wollte mir morgens die Kontaktlinsen einsetzen und hatte bereits eine im Auge, als mein Aufbewahrungsdoeschen mit der anderen Linse ploetzlich umfiel und ins Waschbecken purzelte. Dort verblieb es aber nicht, sondern hatte genug Schwung geholt, um weiter zum Bidet zu springen, das neben dem Waschbecken ist. Und weil es gerade dabei war, dachte es sich, ich springe noch eins weiter. Was fuer ein Pech, das neben dem Bidet ausgerechnet die offene Kloschuessel stand. Plumps!
Mir blieb nichts anderes uebrig, als das stoerrische Teil wieder herauszufischen und zu hoffen, dass mein Mitbewohner gespuelt hatte. Die Linse war Gott sei Dank noch drinnen, sonst haette ich sie “hendisch” suchen muessen.
Abends gasb es dann eine Parillada, einen riesigen Fleischberg u.a. mit gebratenen Darmstuecken und Blutwurst. Davor hatte ich noch als Vorspeise in Essig eingelegte Rinderzunge. Einmal und nie wieder!