Dez 27, 2004

Katastrophen-Tourismus

Ich am Strand von Phuket

Meine Spur der Verwüstung zieht sich weiter durch die Winkel dieser Welt. Das Wort “Katastrophentourismus” bekommt eine ganz neue Bedeutung. Ein Urlaubsort nach dem anderen wird Opfer katstrophaler Zerstörung. Die Liste ist über die Weihnachtsfeiertage wieder länger geworden. Hier die Chronologie meiner Spur der Verwüstung:

  • Herbst 1999: Ich bin auf Bali, besuche eine Discothek namens Sari-Club. Oktober 2002: im Sari-Club explodiert eine terroristische Bombe und zerstört den Club und seine Umgebung total.
  • Dezember 2001: Urlaub in Djerba. Auch hier dasselbe: Terroranschlag im April 2002.
  • 2002: 6 Monate in Madrid, März 2004 der Terroranschlag.
  • Und nun die Naturkatastrophe: Im Frühjahr 2000 Urlaub in Thailand. Ich verbringe einen Tag in Phuket am Strand und eine Woche auf der Insel Koh Phi Phi, die nun -Dezember 2004- dem Erdboden gleich gemacht ist. Der touristisch besiedelte Teil der Insel ist ein schmaler Sandsteg von einer Breite von vielleicht einem Kilometer, auf beiden Seiten das offene Meer. Es ist leicht vorzustellen, dass eine Welle, die mehrere Meter hoch ist, hier kaum etwas zurücklässt und dass man auch keine Chance hat, irgendwo hin zu flüchten.

    Der unbewohnte Teil von Koh Phi Phi, Frühjahr 2000

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