Feb 9, 2005

Bützje, Strüssje und Kamälllllööööööööööööö!

Wie jedes Jahr haben die Kölner Jecken beschlossen, den Kölner Dom nun doch in Köln zu lassen, denn dort würde er ja schließlich auch hingehören, woanders würde er ja gar keinen Sinn machen. Und ich sollte dabei sein. Ich war dabei. Aber unter welchen Umständen. Schon in der ersten Nacht am Rhein nahm das Schicksal seinen Lauf und bescherte mir einen einwandfreien grippalen Infekt. Folge: Die Deckenlampe wurde mir in den Tagen vertrauter als das Kölsche Liedgut, das besagt, dass das Kölner Wasser gut ist, das von Minsche, Fründe und Bützje handelt und immer wieder Kölle, Kölle Kölle. Alaaf! Viva Colonia!

Kurz durfte ich nur den Rosenmontagszug erleben, bei dem die Minsche am Straßenrand stehen und immer “Kamälllllöööööö” rufen, damit ihnen jemand Süßkram vom Wagen wirft. Und dann rufen sie noch “Strüssje”, wenn ihnen jemand ein Sträußchen, also zwei, drei gebundene Blümchen herunterwerfen soll. So säumen die Kölner die Straßen und tun “Kamelle raffe”. Und wunderbarerweise war das erste Bonbon, das ich auffing auch just ein Eukalyptusbonbon. Ein Wink von oben?

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