Ich werde von Spinnen verfolgt - tagsüber und nachts
Ungeachtet der Tatsache, dass ich im 6. Stock wohne, keinen Efeu vor dem Fenster habe und auch sonst nicht viel Grün, wird meine Wohnung derzeit von Spinnen heimgesucht. Letzte Woche tauchte das erste Exemplar auf. Es saß in meiner Palme auf dem Fensterbrett. Eigentlich hätte ich es als alter Spinnenfreund gleich töten sollen. Doch ich gab ihm noch eine Chance. Ich sollte es bereuen. Denn am nächsten Tag, als ich mein Sofa neu bezog, saß die Spinne nicht mehr in der Palme, sondern unter meinem Sofa, genau an der Stelle, wo ich den Stoff befestigen sollte. Das war zu viel.
Die nächste Spinne überraschte mich beim Abwasch. Glücklicherweise ist mein Spülschrank gut mit Chemikalien angefüllt, sodass ich nur zum Kalkreiniger greifen musste *sprühsprüh* und dann noch etwas Spülmittel drüberkippen musste. Problem beseitigt. Na ja, noch nicht ganz. Irgendwann muss ich noch die Überreste von der Kachel abkratzen. Davor habe ich mich bis jetzt gedrückt.
Eine weitere, wenn auch nur kleine Spinne krabbelte unter meinem Kochbuch hervor, am nächsten Tag saß sie neben meinem Schreibtisch an der Wand. Sie wurde von einem Taschentuch erdrückt.
Und gestern Abend schließlich saß das bislang größte Exemplar, eine richtig widerlich Knollenkörperhaarbeinspinne an der Decke. Da musste der Staubsauger ran. Ich hoffe, sie ist tot und krabbelt nicht wieder raus aus dem Staubbeutel, so wie man das manchmal in üblen Horroszenarien liest.
So viel zur realen Spinnenbedrohung. Doch inzwischen hat sich diese Plage so in mein Hirn gebrannt, dass mich auch heute Nacht in meinen Träumen eine Riesenspinnen von etwa fünf Zentimetern Größe heimsuchte.
Wenn das so weitergeht, bin ich bald ein Nervenbündel!