Halt! Polizei!
Beinahe wäre ich heute in die Fahrrad-Obrigkeitsfalle getappt. Als ich gerqade von der Staatsbibliothek kam, fuhr ich den Fahrradweg an der Leopoldstraße in umgekehrter Fahrtrichtung (!!!) entlang. Was für ein Verstoß!
Mein Weitblick warnte mich glücklicherweise vor, denn da hatten sich zwei Polizisten, die da ja um den Odeonsplatz immer rumlungern, schon eine Fahrradfahrerin geschnappt, die den gleichen Verstoß begangen hatte. Durch einen gekonnten Bogen konnte ich der Fall gerade noch entgehen. Ich furh über die Ampel und auf der anderen Straßenseite weiter. Ganz korrekt.
Als ich gestern in der Stabi an meiner Magisterarbeit arbeitete, drang plötzlich ein seltsamer, ein widerlicher Gestank an meine Nase. Neben mich hatte sich ein kleine, hutzelige Frau gesetzt, die den Geruch offensichtlich stoßweise verströmte. Es roch ungefähr so wie ein Blumenkohlgericht, das man eine Woche im Topf sich selbst überlässt. Die Frau war seltsam hager, hatte ungepflegtes weniges Haar und einen speckigen Ordner und ein verwahrlostes Büchlein dabei. Nach wenigen Sekunden sank sie über ihrem Ordner in tiefen Schlaf. Immer wieder kamen die Geruchsschübe, sodass mir beinahe übel wurde und ich meine Arbeit fast nicht hätte fortsetzen können.
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Ei, Ei, Ei!
Ich habe zehn Eier aus Käfighaltung gekauft und damit die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit der “Hersteller” belohnt, groß auf die Packung draufzuschreiben: “10 Eier aus Käfighaltung”. Ich möchte nicht lamentieren, wenn ich sage, wir leben heute in einer Zeit, in der alles schön geredet wird. Überall steht “Bio” drauf, und wurde schonend und kontrolliert hergestellt. Da gehört doch eine ganze Portion Mut dazu, auf eine Eierpackung drafuzuschreiben, dass sie von gequälten Hennen auf winzigstem Raum in stinkenden Hallen unter grausamen Bedingungen produziert wurden. Dieser Mut muss belohnt werden. Ob es moralisch vertretbar ist, so ein Produkt zu kaufen, steht auf einem anderen Blatt.
Also bitte umblättern!
Vor einiger Zeit kaufte ich im Supermarkt einen Pott Koriander, weil ich den für asiatische (Curry-)Gerichte brauchte. Wie alle Kräutertöpfe aus dem Supermarkt ging der Koriander binnen kürzester Zeit ein, stattdessen kam aber plötzlich ein Stängel Basilikum und Petersilie zum Vorschein, die jetzt prächtig gedeihen. Nun gut, die Petersilie fängt inzwischen auch schon an zu kränkeln, es ist halt immer dasselbe.
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Warum? Warum?
Kann mir jemand verraten, warum ich alle Werbungen, die von der Telekom bzw. T-Online, T-Mobile oder T-Com stammen, so eklig finde?
Egal, ob es diese unsympathischen Testimonials sind, wie dieser langhaarige ZDF-Moderator-Lockenkopf, den ich nicht kenne, der in die Achterbahn steigt und sagt: “Steigen Sie ein!” oder die Frau, die sagt: “Alles inklusive” und Jan Ullrich toll findet. Mir schaudert jedes Mal, wenn ich diese widerlichen Spots sehe. Und die, wo die Wand durchbricht und dahinter tut sich die schnelle Welt von DSL oder so auf, ist ja wohl auch eher unappetitlich.
Woran liegts?
Nur weil ich mich monatlich über die Grundgebühr der Telekom ärgere? Weil ich das Unternehmen unsympathisch finde? Oder haben die einfach eine schlechte Agentur? Kann ich mir gar nicht vorstellen, so viel geld wie die für Werbung ausgeben.
P.S: Gott sei Dank ist ja der unsägliche Robert T-Online eingemottet worden. Aber da gings ja schon los…
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Schlaue Hunde und dumme Katzen
Gestern Abend sendete stern.tv eine ganze Reihe an Experimenten, mit denen man die Intelligenz seines Vierbeiners testen kann. Heute habe ich gleich mal einen Test mit Bingo ausprobiert. Man sollte ein leckerli dem Hund zeigen, dann in eine Schüssel tun und mit einer Platte abdecken. Wenn der Hund klug ist, stößt er den Deckel beiseite und holt sich das Futter.
Bingo ist leider durchgefallen. Das liegt aber nicht daran, dass er dumm ist, sondern dass er so viel Anstand mitbringt, dass er weiß, wenn etwas abgedeckt in einer Schüssel liegt, dann darf man sich das nicht einfach nehmen. Er ist halt nicht so blind verfressen, wie andere Hunde, die alles für ein Leckerli tun würden, sondern er kann seinen Hunger zugunsten der guten Erziehung beherrschen.
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Schon wieder im Lotto gewonnen
Aber mit einer richtigen Endziffer beim Spiel 77 werde ich mir meine Kreuzfahrt immer noch nicht leisten können. Dafür hat es mich nichts gekostet. Zu meinem 26. Geburtstag habe ich von Tipp24.de einen Gutschein für zwei Lottofelder geschenkt bekommen. Und damit gewonnen. Ich kann ungefähr mit 2,50 Euro Gewinn rechnen. Der Einsatz, den ich nicht bezahlt habe, ist also damit wieder drin.
Das Dumme ist nur, mit jedem niedrigen Lottogewinn sinken statistisch meine Chancen auf einen großen. Verdammt!
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Die “Schlechtschreibreform”
jurek.de wird auch weiterhin in einem eigenen Mischmasch aus neuer und alter Rechtschreibung erscheinen. So wie es die Agenturen auch mit der Rechtschreibung halten. Ja, wo es notwendig udn gut ist, nein, wo es albern sprachverunstaltend ist.
Bevor jedoch der Spiegel zur alten Rechtschreibung zurückkehrt, sollte er sich zumindest einmal um eine einheitliche Schreibung kümmern. Binnen weniger Tage entdeckte ich in der Zeitschrift zwei Schreibweisen des Wortes “Halli Galli”. Einmal war dort zu lesen: “Hally Gally”. Dabei handelt es sich um einen Hersteller für Spielplatzgeräte, der aber in diesem Zusammenhang nicht gemeint war, sondern eben “Halli Galli”. Des weiteren fand sich dort die noch abstrusere amerikanisierte Schreibweise “Hully Gully”. Vielleicht sollte man dem zuständigen Redakteur von einer anderen sprachverhunzenden Dame einen Gully-Hochhebedienst rufen lassen.
Ich werde auch weiterhin die Kleinschreibung in manchen Angelegenheiten propagieren (wenn auch nicht auf dieser seite, so doch im privaten emailverkehr). Auch wenn ich wegen dieser Maßnahmen nicht in die Nähe nationalsozialistischer Umtriebe gestellt werden möchte. Adolf Hitler war ein Anhänger der Kleinschreibung, allerdings deswegen, weil man damit 35.000 Tonnen Blei für den Druck sparen könnte.
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Matt glänzende Nanolöcher
Gestern in der U-Bahn, zwei junge Männer, zwei Flaschen Bier:
“Hey, wann sindn die Fotos fertig?”
“Kannst sie heute Abend haben. Du, was ist eigentlich der Unterschied zwischen matt und glänzend?”
“Na, bei matt, da sind die Farben dunkler. Also wenn Du nen Sonnenuntergang auf nem glänzenden Foto hast, da leuchtet der so richtig, bei matt ist er halt eher dunkel.”
“Achso, ich dachte, des wär einfach ne andere Beschichtung.”
“Ja, klar. Bei matt des ist so, als hätte man die Oberfläche aufgekratzt oder so. Wie hast du die Fotos denn entwickeln lassen? Matt oder glänzend?”
“Ich hab beides angekreuzt, höhöhöhö!”
Wenige Minuten später zum Thema Bier:
“Hey, neulich nacht um sechs Uhr früh, da war ich so müde, da hab ich mir einfach nochn Bier ausm Kühlschrank geholt und plopp höhöhö, des macht ja eigentlich müde, aber des war so kalt, da bin ich wieder wach geworden. Ich hatte des ne Stunde vorher ins Gefrierfach gelegt. Ist aber nicht geplatzt. “
“Ja, bei den Flaschen vom Penny, dem Verschnitt da, die kannste auch ins Gefrierfach legen, weil die platzen nicht.”
“Warum?”
“Wahrscheinlich weil da noch genug Alkohol drin ist oder so.”
“Ja oder da ist genug Luft drin, dass sich des ausdehnen kann.”
“Oder die machen da Nanolöcher rein.”
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Deutshe Sprache – schwäre Sprache
Diese Erfahrung musste wohl auch Dani aus Barcelona machen, der einen Monat in Berlin verbringt, um deutsch zu lernen. So kam es, dass er sich zu dem Statement hinreißen ließ: “In London kann man gut Karotten kaufen.”
Gefragt, woher er denn diese präzisen Insiderkenntnisse der Gemüsebranche habe, stellte sich heraus, dass er eigentlich Klamotten meinte. Nichtsdestotrotz liegen mir keine Erkenntnisse darüber vor, ob London nicht auch tatsächlich ein bevorzugter Ort für das Besorgen von Karotten ist.
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Ankunft in Berlin
mit seinen Kotzflecken auf der Straße, den ab- und aufsteigenden Straßennummern pro Seite, den schönen, großen Altbauwohnungen. Mein Onkel wohnt hier in einer 125 Quadratmeter-Altbau-Wohnung und zahlt
-bitte festhalten-
360 Euro kalt!!!
Gut, das ist auch für Berliner Verhältnisse wenig, aber als Münchner, der für seine 27-qm-60er-Jahre-Wohnung etwa dasselbe zahlt, treibt es einem doch die Tränen in die Augen.
Aber ich will nicht klagen, sondern die Schönheit, Rauhheit und Verträumtheit Berlins genießen.
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Herzliche Grüße aus Hildesheim!
Der Stadt, in der man noch echten Punks mit echten bunten Haaren und zerrissenen Lederjacken auf der Straße begegnet, die einen fragen: “Tschulligung, haste vielleicht maln büschen Kleingeld?” Und auf mein Kopfschütteln, dann noch die Nachfrage: “Definitiv?”
Goldig.
Ansonsten hat sich hier nicht viel verändert.
Vielleicht erlebe ich ja in Berlin Spannendes. Bis dahin,
schöne Grüße!
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