24 Mai 2004

Schade, dass wir nun einen gebisstragenden Ökonomen als Bundespräsidenten haben und nicht Evelyn Hamann. Äh, Moment mal. Habe ich da irgendetwas verwechselt? Aber es ist doch Evelyn Hamann gewesen, oder nicht?

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21 Mai 2004

Gestern waren wir beim Bowlen. Oder besser: Gestern waren wir beim Bowling. Nicht zu verwechseln mit: Gestern waren wir beim Bohlen. Und wie das hatl so ist, kann ich heute kaum einen Wasserkocher mit der rechten Hand anheben. Eigentlich die besten Voraussetzungen, um bei einem Umzug zu helfen: “Gib mir mal die Bettwäsche, ich trag sie schon nach draußen.”

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18 Mai 2004

Die Mumie kehrt zurück

Wir hatten ja mit allem gerechnet im russischen Staatscircus: Mit Hans Klok, dem hektischsten Magier der Welt und mit Oleg Popov, dem ältesten Clown der Welt, der wie ich heute erfuhr in der Fränkischen Schweiz nahe Nürnberg lebt. Aber damit hatten wir nicht gerechnet. Doch plötzlich ging das Licht aus und wer stand da auf der Bühne? Na gut, er stand nicht plötzlich auf der Bühne, sondern wurde langsam von seiner Frau an den Flügel geführt: Im weißen Anzug und schlohweißem Haar, Johannes Heesters. 100 Jahre alt und kaum in der Lage zu gehen, blind noch dazu. Ja, da stand er und begrüßte artig das Publikum und begann zu erzählen, wie er das erste Mal mit 17 Jahren einen Zirkusfilm gedreht hätte. Nur ab und zu einen kleinen Aussetzer. Und dann wollte er auch noch ein Lied singen. Der Pianist wurde höflichst von ihm vorgestellt und dann ging es los: “Ich bin……….. Ich sitz…………… Wie war das gleich?” fragte er den Pianisten. Der half ihm weiter: “Ich sitze so oft allein.” Und dann ging es los. Dann stand dieser hundertjährige Mann auf der Bühne und ohne Zögern und ohne Stocken sang er mit fester Stimme sein Lied “Erinnerung”. Es war kaum zu glauben. Der Mann hatte eine gewaltige Stimme – so gebrechlich er auch sonst wirkte. Und dann noch ein Lied für seine ungefähr halb so junge Frau, die bei ihm stand und das Händchen hielt. Und zum Schluss noch die Worte: “Es gibt eine CD….. auf der finden Sie dieses Lied….. Die können Sie nehmen….. bei diesen Leuten dort…..”

Es gab natürlich Standing Ovations am Schluss, und auch wenn er sie nicht sehen konnte, so ist es wahrscheinlich doch das, was ihn am Leben hält.

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17 Mai 2004

Die bayerische Staasbibliothek ist mir im Laufe der Jahre fast schon zu einer Art Freundin geworden. Mit staatsmännischer Gelassenheit hält sie jedes noch so absurde Buch für mich bereit. Doch gerade, wenn man sich so nahe steht, muss man es auch manchmal an deutlichen Worten nicht fehlen lassen. Darum: Manchmal ist sie ja schon etwas träge, die alte Stabi. Bücher werden dort nicht einfach gekauft so wie wir das tun (“Ja, das will ich, was kostet das, hier ist das Geld.”), sondern ein Buch befindet sich offensichtlich über längere Zeit im Erwerbungsvorgang. Ein Beamter sitzt wahrscheihnlich im Keller der Stabi und überlegt sich gründlich, ob ein Buch nützlich wäre und welche Vor- und Nachteile der Erwerb mit sich brächte. Nach reiflicher Überlegung beginnt er eine vorsichtige Anfrage beim Buchhandel, was der Spaß denn kosten würde. Die Antwort des Buchhandels macht es dem Beamten nochmal schwer und so geht er erneut in innere Klausur. Letztendlich ringt er sich dann dazu durch, das Buch zu kaufen, da in der Stabi jedes veröffentlichte Buch zu haben ist. Nun beginnt aber die eigentliche Arbeit damit, das der Beamte fünf Wochen lang nun täglich ein anderes Formular ausfüllen muss. Erst dann ist der Erwerbungsvorgang abgeschlossen.

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16 Mai 2004

Sollte im Moment gerade jemand eine Magisterarbeit über Experten schreiben, so würde ich gern meine Expertise als Grand-Prix-Experte zur Verfügung stellen. Denn ich habe nicht nur Platz 8 für Max vorhergesehen, sondern auch die Plätze 1 und 2 (nur umgekehrt) richtig geraten. Bei den Teilnehmerinnen dominierte rosa wie auch schon im letzten Jahr, bei den Männern war eindeutig Weiß ein Thema. Mancher hat auch das ja schon vorhergesehen. Ob sich die weißen Jackets diesen Sommer modisch durchsetzen können und den Stulpenlook ablösen?

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14 Mai 2004

Ein Land vor unserer Zeit

Momentan verbringe ich meine Tage damit, alte Ausgaben der Zeitschrift “tomorrow” aus dem Jahr 2000 für meine Magisterarbeit zu codieren. Das kommt mir manchmal schon sehr fremd und fern vor – und auch wieder wie ein Blick zurück in eine schönere Welt. Dort tummeln sich seitenweise Anzeigen von irgendwelchen Websites mit kostenlosen Superangeboten. Wenn ich zum Spaß mal eine dieser Adressen eingebe, lande ich immer auf Weiterleitungen zu heute kommerziellen Sites mit ganz anderen Inhalten. Nichts von der schönen Computerwelt von damals ist übrig geblieben. Surfen für 1,9 Pfennig. Online-Broker, Discount-Broker, Free-SMS, Artikel über das Internet als “Schnorrer-Paradies”: Wo gibt es was umsonst. Nachrichten wie “Lindenstraße-Kult im Netz” und jede Menge Promis: Otto Waalkes bewertet Comedy-Sites. Bildunterschriften wie “RTL-Frontfrau Katja Burkard mag Computerspiele”, “Helmut Reitze mag elektronische Post”, “ZDF-Mann Klaus Peter Siegloch hat die ARD-Konkurrenz im Blick – auch per Internet und Real Player” und die ZDF-Lady mit einem für das Jahr 2000 visionären Blick: “Für Petra Gerster wird das Web zu kommerziell”.

That´s so tomorrow!

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13 Mai 2004

Heute ist meine neue Webseite online gegangen.

www.sj-magic.de

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12 Mai 2004

Das Lift-Prinzip

Als ich heute mit dem Lift nach unten fuhr, stieg im zweiten Stock eine Frau mit Kinderwagen zu. Als der Lift dann im Erdgeschoss Halt machte, schaute die Frau nach draußen, und meinte: “Ach, hier sind wir. Ich werde nie verstehen, nach welchem Prinzip dieser Lift hält.” Dann stieg sie aus. Ich hätte ihr gerne das “Prinzip” des Lifts erklärt: Ich drücke auf die 1, der Lift hält im 1. Stock; ich drücke auf E, der Lift hält im Erdgeschoss, usw. aber da war sie schon ausgestiegen und weg. Schade, ich könnte so viel zur Erhellung meiner Umgebung tun und lasse es doch bleiben. Beschämend!

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10 Mai 2004

Wasser

Johannes B. Kerner macht Werbung für Wasser. Für Bonaqa. Das nenne ich mal ein passendes Testimonial für etwas, das keinen Geschmack hat, durchsichtig ist und wo nichts als leere Blasen rauskommen. Blubb!

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5 Mai 2004

Ist es ein gutes Zeichen für die Magisterarbeit, wenn man seine zwölfstellige Unibibliotheksnummer inzwischen auswendig kann?

Oder heißt es auswändig? So wie inwändig?

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