Zurück aus der Wellness-Oase Teisendorf!
Teisendorf ist ein kleiner Ort 20 Kilometer von Salzburg entfernt, der genauso viele Misthaufen wie Einwohner hat. Es ist still dort, das ist gut für die Nerven, das einzige was summt ist das Radio, aber das kann man ausstecken. Es gibt 14 Fernsehprogramme, ProSieben krisselt jedoch. Im Wald habe ich mich gleich am ersten tag auf einen baumstamm gesetzt, der sich leider als sehr harzhaltig erwies. Das führte dazu, dass ich noch am selben Abend die Hälfte aller Polsterbezüge des Hotels an meinem Allerwertesten kleben hatte.
Einen Ausflug haben wir auch gemacht: nach Waging am See, Camper City. Wohnwagen an Wohnwagen und Herren, die in Jogginghose und Korb in den Sogar-am-Feiertag-offenen Supermarkt gehen, um fürs Frühstück einzukaufen. Außerdem waren wir noch am Königssee. Wenn es ein Volk der Wegelagerer gibt, dann kommt es aus dem Ort Königssee, in den man nur hineinkommt, wenn man “Eintritt” bezahlt. Offiziell: Parkgebühr am Ortseingang. Dann folgt eine lange Straße, auf der es alles zu kaufen gibt, was man auch auf einem türkischen Basar findet, nur in Lederhosen-bayerisches-Kulturgut-Form. Selbst das Urinieren am Pissoir kostet 25 Cent, auch wenn die stark geschminkte Klodame, die nebenberuflich wahrscheinlich noch als Astroberaterin am Telefon arbeitet, gern mal 30 Cent für das große Geschäft verlangt. Als sie dann den Hund gestreichelt hat, hätte ich am liebsten gesagt: “Hund streicheln kostet 25 Cent”. Aber ich habe es mir des guten Friedens willen verkniffen. Wer will schon von sich sagen, dass er am Königssee verachtet wird?
Dem Ort des Kommerz muss man jedoch zugute halten, dass die Preise, obwohl sie natürlich heillos überteuert sind, weil ja Touristennepp, immer noch günstiger sind als die normalen Münchner Cafehaus Preise. ganz schön beunruhigend. So gibt es beispielsweise Kuchen und Kaffee schon für 3,90.
Goldig auch die Preise in unserem Wellness-Hotel: Ein Wasser: 1,20! Cola: 1,80! Süß, gell.
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Schwachsinnige Träume Folge 385
Eine weitere Folge aus meinen schwachsinnigsten Träumen ereignete sich heute Nacht. Mir träumte von einem Wettbewerb. Es war ein Wettbewerb von Siegfried&Roy Imitatoren, die aber allesamt
1. nicht aussahen wie Siegfried&Roy
2. auch gar nicht zaubern konnten, sondern stattdessen irgendwelche Lieder sangen oder zu Musik auf der Bühne herumhopsten
Auf dem Geländer der Veranstaltung gab es ein großes Tier, so groß wie ein Bär, aber es war kein Bär, sondern eine fremde Spezies, die weiß-schwarz gefleckt war. Man durfte sie streicheln, aber manchmal biss sie.
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Hier wie versprochen der Nachtrag zum Thema Fettabsaugen: Sämtliche Versuche eines jungen Herrn aus dem Bekanntenkreis, den Hund namens Bingo zu verziehen, sind bisher fehl geschlagen. Das mag wohl auch daran liegen, dass man versucht hat, die gute Erziehung des Hundes durch Anlockung mit Speck kaputt zu machen. Aber Bingo mag nunmal keinen Hüftspeck knabbern. Weder als Hüftgold noch in abgesaugter Form. Aber Frolic an der Schnur, das ist seine große Leidenschaft.
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So, was könnte man hier denn mal wieder reinschreiben? Die BILD-Zeitung gibt es jetzt auch bald bei McDonalds. Ich nehme mal an als Tablettunterlage oder zum Einrollen der Chicken McNuggets. Weil die so gut das Fett aufsaugt. Apropos Fettabsaugen.
Also ehrlich gesagt fällt mir im Moment gerade nichts ein zum Thema fettabsaugen. Aber ich werde das später mal nachholen.
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An dieser Stelle muss nur kurz mal gesagt werden, dass ich es noch unverantwortlicher finde als Jürgen Wussow wieder ins Fernsehen zu lassen, jemanden wie Roberto Blanco ins Fernsehen zu lassen. Dieser Mann kann nach einer halben Ewigkeit in Deutschland immer noch keinen geraden Satz herausbringen, der halbwegs Sinn macht (man möge mir das nicht als Ausländerfeindlichkeit auslegen, aber dieser Mann arbeitet nunmal im Showgeschäft!). Und er reißt einen anzüglichen Witz nach dem anderen. Geistreiches habe ich von ihm noch nie gehört.
Gut, Jürgen Wussow brabbelt auch unzusammenhängendes Zeug, aber ihm kann man das Alter und die angeblichen Schläge seiner Frau, der Witwe Scholz, zugutehalten.
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Was ist es doch für ein erhebendes Gefühl, wenn man mal wieder mit ein paar Vorurteilen aufräumen kann und ein paar leere Flecken auf der gedanklichen Landkarte wegfegen kann. Dieses Wochenende habe ich viel über den “Pott” gelernt. Der Pott ist das, was auf der Hirnkarte bisher ein schwarzer Fleck war – im wahrsten Sinne des Wortes. Pechschwarz. Rauchende Schlote, graue Vororte, rußige Gesichter. Ich habe gelernt: Ja, man kann in zehn Minuten durch drei Städte fahren, ohne zu merken, dass die eine endet und die andere beginnt. Aber es gibt auch grün. Der Pott ist meiner Meinung nach ein einziges großes städteplanerisches Missverständnis. Hätte man die Städte alle ordentlich angeordnet mit Zentrum und drumherum die Vororte schön drapiert, wäre noch genug Platz für zahlreiche Parks, Wälder und Grünflächen sowie Naherholungsgebiete.
Es gibt im Pott erstaunlich viele Menschen, die mit orangebraunen Solariumsgesichtern herumlaufen und ich habe mich gefragt, woher das kommt. Meiner Meinung nach ist das geschichtlich bedingt. Weil 90 Prozent aller menschen früher unter Tage gearbeitet haben, also nie Tageslicht gesehen haben, war es ein Zeichen von Reichtum und Schönheit, gebräunt zu sein. Aber dieses Statussymbol lässt sich heute einfach im Sonnenstudio nachahmen. Und je mehr, desto besser!
Aber leben möchte ich trotzdem nicht im Pott, denn ich habe gehört, dass manchmal ganze Straßenzüge oder Wohnviertel wegbrechen und im Untergrund verschwinden, wenn alte Stollen in sich zusammenfallen. Und das ist mir zu gefährlich. Da kann man ja nicht mehr ruhig schlafen. Und ruhiger Schlaf ist wichtig, um späteren Botoxbehandlungen vorgreifen zu können.
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Es ist immer das Gleiche. Kaum sind wir auf der Straße, hört man es von überall: Oh, der is ja süß! Wie alt is der denn? Wächst der noch?
Und das Lustigste: Sie meinen nicht Lahsen damit…
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Puppenfressen
Heute morgen beim Einkaufen stand neben mir eine Frau an der Fleischtheke, die etwas verzweifelt war, weil sie nicht wusste, was sie kochen soll. Das äußerte sich so: “Was kochi denn heit? Gruzifix! Was kochi denn?”
Als ich an der Kasse stand, war die Frau vor mir und sie hatte drei Kisten Erdbeeren gekauft und eine rosafarbene Puppe. Was davon wohl letztendich im Kochtopf gelandet ist?
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SKL-Terror
Heute bekam ich einen Anruf von der SKL, die mich mal wieder dazu einlud, Lose zu kaufen. Wie ich gelernt hatte, ist diese Form von Telefonmarketing unzulässig. Also fragte ich, woher er denn meine Telefonnummer habe. Aus dem Telefonbuch, war die Antwort. Daraufhin erklärte ich, dass das unzulässig sei. Daraufhin er: Ja, es ist unzulässig Werbung zu machen, aber ich mache ja keine Werbung, ich unterbreite Ihnen ein Angebot. Mir leuchtete dieser Unterschied nicht ein. Und ich bekundete nach einem minutenlangen Vortrag, dass ich kein Interesse daran habe, Lose zu kaufen. Und tschüss.
Zwei Minuten später klingelte das Telefon erneut. Es war wieder die SKL dran. Inzwischen hatte ich mich auf der Homepage der SKL kundig gemacht, dass die SKL wert lege auf korrektes Telefonmarketing und dass jeder, der angerufen wird, vorher seine Einverständniserklärung gegeben haben müsse. Als der gleiche Herr also wieder am Telefon war und nicht merkte, dass er mich versehentlich nochmal angerufen hatte, sagte ich ihm also, was ich gerade auf der Homepage gelesen hatte. Da meinte er, die würden wohl Unfug schreiben auf der Homepage. Daraufhin fragte ich, ob er denn direkt von der SKL sei oder ein beauftragtes Unternehmen. Ein Call-Center seien sie. “Na, dann können Sie mir ja sicher Ihre Telefonnummer geben?” fragte ich.
Da hat er einfach aufgelegt.
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Singender Bundespräsident
Man lernt doch nie aus! Oder wusstet ihr, dass Horst Köhler schon einmal für Deutschland beim Grand Prix gesungen hat? Ich wusste es nicht. Nanu, werdet ihr euch jetzt fragen. Ein Bundespräsident beim Grand Prix? leider nein, nur eine Namensgleichheit. Gildo Horn heißt nämlich mit richtigem Namen Horst Köhler. Wenigstens etwas lernt man, wenn man das sat.1 Abendprogramm verfolgt.
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