Was für eine Woche!
Was für eine Woche. Feinstaub-Terror - laut Sasa mit Staub aufwirbelnden Fernsehteams an der Landshuter Allee in München, Kylie Minogue in der Olympiahalle und Terry Schiavo tot, Harald Juhnke tot, Papst tot. Eigentlich Boulevard-Stoff für mindestens einen Monat. Dumm, dass alles nahezu gleichzeitig passierte. Da muss man Prioritäten setzen.
Manche Zeitungen schaffen es allerdings, zumindest zwei der Themen in einem Abwasch abzuhandeln. Die NZZ zum Bespiel mixt am Freitag Feinstaub mit Papst (naja fast. Kirche) unter dem Deckmantel der Medienkritik: «Kirchen können Ihre Gesundheit gefährden». Und Madam Mosel Kalt bringt ein interessantes Detail zum Thema Terry Schiavo: Kotz dich ins Wachkoma. Ich dagegen halte mich zurück, ich bin ob der Masse der Nachrichten quasi erschlagen und freue mich auf die kommende Woche!
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Es ist Frühling, die Sonne scheint, Harald Juhnke ist tot, der Papst liegt im Sterben. Da weiß man ja gar nicht, was mqan nun an erster Stelle in den Nachrichten bringen soll. Nur Lisa Plenske aus Göberitz geht es gut.
Wenn das kein Grund ist, mal eben auf Reisetipps für günstige Reisen zu verweisen. tschuldigung! Ich weiß schon, ich soll das nicht machen. Nu isses passiert.
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Die Leutchen haben Problemchen
Ich hätte nicht gedacht, dass meine Berufsbezeichnung “Magier” mal zu solchen Irrtümern führen würde, wie es gerade eben am Telefon der fall war.
“Guten Tag, XXX ist mein Name. Ich hab Ihre Nummer ausm Internet. Sie sind Magier?”
sagt da eine Dame mit sächsischem Akzent.
“Ja, das bin ich”, lautet meine ehrliche Antwort.
“Ich hätte da mal eine Frage. Würden Sie etwas für mich tun?”
“Das kommt drauf an, was es ist.”
“Das wäre für mich und meinen Freund. Also eine Zusammenführung.”
“Ääh, also nur für zwei Leute?”
“Ja, sicher. Wie erklär ich Ihnen das jetzt am besten. Also am einfachsten erzähle ich Ihnen alles. Mein Freund hat seit einiger zeit eine Lebensgefährtin. Aber die streiten sich nur immer die ganze Zeit. Und ich möchte eben, dass er für immer zu mir zurückkommt.”
“Ich glaube, hier liegt ein Irrtum vor. Ich bin zauberkünstler.”
“Achsoooo! Da bin ich ja ganz verkehrt bei Ihnen. Ich dachte halt, weil bei Ihnen auch Magier dabei stand.”
usw.
Im Nachhinein ärgere ich mich natürlich, dass ich das Angebot nicht angenommen habe. Ich hätte mit viel Brimborium, Froschschenkeln und Spinnenbein eine großartige Zusammenführung organisiert. Den zaubertrank hätten sie dann trinken müssen, zauberformeln murmeln und so ein zeug.
Was man für so was verlangen kann?
Ich sollte mal über eine neue Nebentätigkeit nachdenken…
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Der eine und der andre
Den heutigen Tag widme ich Günther Jauch. Obwohl er leider für T-Com gar unerträgliche Werbung macht, ist er ein guter Mensch. Jörg Pilawa hingegen ist ein schiefgesichtiger, verklemmter Bursche ohne Humor. Das zumindest habe ich aus zuverlässiger Quelle gehört.
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Frühling, Dich hab ich vernommen!
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!
Ich möchte nur noch im momentan hippen Politiker-Jargon anfügen:
Angesichts der 5,2 Millionen Arbeitslosen in Deutschland wurde es ja auch höchste Zeit, dass etwas geschieht und endlich die Temperaturen steigen!
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Sechs Säcke aufkeimenden Lebens
Bei mir unten im Haus befindet sich der Salon des Coiffeurs Karl-Heinz und ein Laden, in dem alte, gammelige Teppiche als Kunstobjekte verkauft werden. Im Nebenhaus gibt es ein neues asiatisches Restaurant, das den sinnreichen Namen “Wok & Roll” führt. Heute morgen lagen vor dem verschlossenen Eingang sechs Plastiksäcke mit Sojasprossen. Das Leben der Sojasprosse ist ein kurzes, finsteres. Noch bevor man der jungen Sprosse die Chance gibt, zu photosynthetisieren, wird sie ihres jungen, aufkeimenden Lebens beraubt und landet im Kochtopf. Es müssen Tag für Tag Billionen Sprösslinge sein, die so vergehen, kaum dass sie geboren sind, wenn allein dieses eine Restaurant einen täglichen Verbrauch von sechs Säcken verzeichnet.
In diesem Sinne werde ich heute für das kaum geborene Leben eine Schweigeminute einführen.
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Wenn Nähte platzen…
Premieren gibt es immer wieder sehr schöne. Gestern zum Beispiel hatte ich folgende Premiere: Erster Zauberauftritt bei einem Kindergeburtstag mit einem Loch im Hosenboden. Weil ich beim Umzug meine normale Zauberhose vergessen hatte, musste ich auf eine andere schwarze Hose ausweichen, die ich schon seit Jahren nicht mehr anhatte. Kurz vor dem Auftritt bemerkte ich das Loch. Fortan vermied ich es, dem Publikum meine Rückseite zuzuwenden, was gar nicht so einfach ist. Natürlich hätte es eigentlich niemand bemerkt, auch in der S-Bahn nicht, aber wenn man sich dessen bewusst ist, meint man, alle Leute würden sofort dieses Loch entdecken.
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Rettichpürree
Was man nicht alles lernt, wenn man aufmerksam das U-Bahn-Programm von Infoscreen verfolgt. Neulich gab es dort eine sehr interessante Meldung über Rettich. Rettich - so konnte man lesen - sei schon bei den Ägyptern als heilsames Nahrungsmittel bekannt gewesen. Die Sklaven, die die Pyramiden bauten, hätten sich HAUPTSÄCHLICH von Rettich, Zwiebeln und Knoblauch ernährt! Das muss man sich mal vorstellen. Was für ein abwechslungsreicher Speiseplan: Gedünstete Zwiebeln an Knoblauch in Rettichsoße. Oder panierter Rettich mit Zwiebel-Knoblauch-Soufflée. Oder Knoblauchpürree mit gerösteten Zwiebeln und als Nachtisch Rettichpudding.
Und so kann man sich auch vorstellen, wie die Sklaven diese schweren Steinquader bis an die Spitze der Pyramiden gebracht haben. Durch Rückstoß. Sie haben einfach die Gunst des Windes genutzt.
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Rückstau im Tunnel
Seit drei Tagen gibt es auf der Strecke U3/U6 morgens regelmäßig einen “Rückstau”. Die Zugführer machen Durchsagen wie “Schimpfts mi ned, I kann nix dafür!”. Und so kann wahrscheinlich keiner was dafür und so wird es in einer Woche immer noch täglich zum “Rückstau” kommen. Dafür hat man so ausgiebig Gelegenheit, seine Mitmenschen zu beobachten. Zum Beispiel die kleine, hardrock-hörende Chinesin in gediegener Kleidung, oder die verrückte, aber freundliche Frau im lila Anorak mit einem Büschel Rosen in der Hand, die alles, was sie denkt, in Worte fasst und erst einmal alle Mitreisenden mit einem fröhlichen “Guten Morgen!” und “Schönen Tag noch!” begrüßt und dann weiterbrabbelt “Schöne Blumen habi da. Hab ich von der Kirche, der evangelische, von meinem Pfarrer. Ich fahr bloß bis Marienplatz. Rechts oder links aussteigen. man weiß es nicht. Ganz schön kalt, gell. Schnupfen, ja, wen wunderts!” usw.
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Mega-Antischnee-Post-Mörder-Duschhauben
Heute habe ich lediglich zu berichten, dass ich gesehen habe, dass der Postbote im Schneegestöber seine Briefe in der Fahrradtasche mit einer Mega-Mörder-Duschhaube im gelben Postdesign schützt. Da muss man erstmal drauf kommen. Man stelle sich vor, man ist ein Stoffzuschneider-Näher und schreibt dann auf seiner Homepage unter dem Punkt “Referenzen”: Wir fertigen für die Deutsche Post AG Briefgut-Wetterschutzhauben (oder irgendso einen ähnlichen Begriff, den es für dieses Produkt ja sicher gibt). Aber so wie ich das einschätze hat die Post eine eigene Tochtergesellschaft gegründet, die sich um diese Ausstattungsgegenstände kümmert.
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