Mit dem Weihnachtsfeste rückt nun auch die bedeutungssschwangere 2/3 Grenze näher. Zwei Drittel unseres Aufenthalts in Spanien sind schon beinahe vorüber – vier von sechs Monaten. Wenn alles gut geht, bin ich in gut zwei Monaten wieder in München. Wenn alles gut geht… Denn bisher habe ich noch keine Ahnung,wie ich zurückkommen soll. Falls wir mit dem Flugzeug fliegen sollten, müsste der Flieger wahrscheinlich einen extra Gepäckträger aufspannen, um unser Gepäck mitzunehmen. Da bleibt uns nur eins übrig: Die gesamte Wäsche hier zu lassen. Aber die werden wir nach den sechs Monaten sowieso wegschmeißen müssen, da das aggressive Chlorwasser alles ausbleicht.
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Endlich in Spanien! Seit knapp fünf Tagen befinde ich mich auf Erkundungstour. Ziel: Den Spanier an sich zu ergründen. Erste Erkenntnis: Es ist nicht so, dass Almodovar skurrile Filme macht. Nein, der Spanier an sich ist einfach almodovaresk. In jedem Supermarkt, auf der Straße, einfach überall begegnen einem Menschen, die gerade einem Alomodovar-Film entsprungen zu sein scheinen. Ob es die Frau auf der Straße ist, die im roten Sommerkleid mit riesiger Sonnenbrille und dickem Bauch an einem vorbeihuscht oder ob es der Postbeamte mit der Zahnlücke ist.
Und der Spanier hat sehr vielmitzuteilen. Er ereifert sich leicht. Darum ist er ein Ökonom der Sprache, denn wer viel zu sagen hat, muss sich kurz fassen. So wird aus einem “Hasta luego” -bis bald- ein “Ta logo”… Na logo, oder?
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